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04 Audiovisuelle und barrierefreie Übersetzungen

Von Anfang an hat sich Interpunct auf audiovisuelle Übersetzungen sowohl im Bereich der Untertitelung als auch in der Synchronisation spezialisiert.

Wir übersetzen und untertiteln sowohl für nationale als auch lokale Studios und Sender und bereiten Filme und Serien für die Synchronisation vor.

Gute Untertitelung setzt eine angenehme Lesegeschwindigkeit für den Leser voraus. Zu schnell oder zu langsam abgespielte Untertitel können das Fernseherlebnis des Zuschauers dämpfen. Abgesehen von der Lesegeschwindigkeit berücksichtigen wir bei der Erstellung der Untertitel auch Faktoren wie Kameraeinstellungen und den Rhythmus der Dialoge. 


In unserer Leistung der Synchronisationsübersetzung sind sowohl die Drehbuchunterteilung nach Takes, als auch die Anpassung an die Mundbewegungen der Darsteller mit inbegriffen. Auf diese Weise bereiten wir das Drehbuch für die Aufnahmen im Tonstudio und die Arbeit der Synchronsprecher vor.

Seit 2009 haben wir Übersetzungen für hunderte TV-Shows, Serien und Filme (u.a. Kurzfilme und Animationsfilme sowohl für Kinder als auch für Erwachsene) angefertigt.

Außerdem ist Interpunct das einzige Unternehmen für audiovisuelle Übersetzungen, das barrierefreie Übersetzungen für Valencianisch anbietet, das in der Comunidad Valenciana gesprochen wird.

audiovisuell

Interpunct  

Übersetzungen

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1. Gebärdensprache

Diese Leistung beinhaltet zwei Gebärdensprachdolmetscher, die auf der jeweiligen Veranstaltung anwesend sind und sich darin abwechseln, das Gesprochene in die Gebärdensprache zu übertragen. Zusätzlich bieten wir an, den Inhalt in Gebärdensprache als Mittschnitt für eine DVD über das Event oder für Videoclips für das Internet aufzubereiten.

2. Untertitelung für Gehörlose und Hörgeschädigte.

Die Untertitelung für Gehörlose und Hörgeschädigte umfasst neben der Information über das Gesagte für den (hörgeschädigten) Zuschauer auch alles, was er nicht alleine wahrnehmen kann: Die Art und Weise, wie etwas gesagt wird (Tonfall, Sprache), wer etwas sagt und was sonst noch zu hören ist (Hintergrundgeräusche, Lieder und Musik).

 

Für die Leistung der Untertitelung für Gehörlose folgen wir den Empfehlungen der UNE- Norm 153010:2012 (Untertitel für Gehörlose und Hörgeschädigte/ Untertitel für Teletext, bestätigt von AENOR). Ziel dieser Norm ist es, grundlegende Qualitätsstandards zu etablieren und einen angemessenen Grad an Homogenität bei der Untertitelung für Gehörlose und Hörgeschädigte zu erreichen (Formatierung der Untertitel, Lesegeschwindigkeit, Informationen zu Toneffekten und Musik, etc.).

Die Untertitelung wird ausgehend vom Filmmaterial erstellt und beinhaltet eine zusätzliche Aufnahme im Bild, auf der die Sprecher mit Untertitel und spanischer Gebärdensprache zu sehen sind.

3. Stenografie

Stenografie ist eine Kurzschrift, mit der das Gesprochene transkribiert und gleichzeitig als Untertitel verfasst werden kann. Dazu wird eine an einen Projektor angeschlossene Stenografiermaschine (eine Silbentastatur) verwendet. Ein Stenograf (der entweder vor Ort bei der jeweiligen Veranstaltung anwesend ist oder per Telefon zugeschaltet wird) tippt den gesprochenen Text mit und erzeugt so die Untertitel.

Derzeit ist die Stenografie sowohl wegen der schnellen Erstellung als auch aufgrund der hohen Qualität der Resultate die effizienteste Methode zur Erzeugung von Live-Untertitelung.

 

4. Live-Untertitelung

Diese Dienstleistung ähnelt der Stenografie, bedient sich aber einer gewöhnlichen Tastatur. Dadurch dauert die Erstellung der Untertitel länger, ist aber auch deutlich günstiger.

5. Respeaking

Mithilfe von Respeaking können Live-Untertitel erstellt und direkt auf den Bildschirm projiziert werden. Der Untertiteler oder Respeaker hört die Originalstimme und diktiert einer Software währenddessen die Kernaussage. Dabei wiederholt er das Gehörte, inklusive der Zeichensetzung, oder formuliert es um. Das, was der Respeaker sagt, erscheint mit geringer Zeitverzögerung als Untertitel auf dem Bildschirm.

Diese Technik wird heutzutage hauptsächlich für die Erstellung von Live-Untertitelung für Gehörlose genutzt, aber allmählich wird sie auch für gewöhnliche Untertitel verwendet. Sie basiert auf einem computergestützten Spracherkennungs- und Dekodierungssystem und hat eine höhere Fehlerquote als die Stenografie. Dennoch ist sie in einigen bestimmten Fällen empfehlenswerter. Der spanische Fernsehsender TVE nutzt diese Technik seit einigen Jahren für die Untertitelung seiner Nachrichten- und Sportsendungen.

6. Induktive Höranlage

Eine induktive Höranlage ist eine Tonanlage, welche das für das menschliche Ohr wahrnehmbare Audiosignal in ein magnetisches Wechselfeld umwandelt. Dieses kann von Hörgeräten empfangen werden, die mit einer sogenannten „T-Spule“ ausgestattet sind.

Diese Spule wandelt das Magnetfeld im Ohr des Hörgerätträgers in Klänge um, ohne Nachhall oder Umgebungsgeräusche. Dadurch erhält der Benutzer einen sauberen, klaren, sehr gut verständlichen Klang in einer optimalen Lautstärke. Die internationale Norm IEC 60118-4 legt fest, welche technischen Voraussetzungen eine induktive Höranlage in Bezug auf die Stärke des Magnetfelds und den Frequenzbereich erfüllen muss.

An allen Orten, die mit diesem Service ausgestattet sind, muss ein Schild angebracht sein, auf dem ein weißes Ohr und der Buchstabe „T“ auf blauem Hintergrund zu sehen ist. Dadurch weiß der Hörgerätträger, wo sich das Magnetfeld befindet und dass er sein Hörgerät auf die „T“-Position einstellen kann. Anschließend empfängt er das Audiosignal über die Spule.

7. Audiodeskription für Blinde

Die Audiodeskription ist eine relativ neue Methode für Blinde oder sehgeschädigte Personen. Sie nutzt Redepausen auf Tonspuren audiovisueller Medien (Fernsehsendungen, Filme, Theaterstücke, etc.) für Kommentare, die dem sehgeschädigten Zuschauer helfen, Handlung oder Schauplatz der Szene oder Eigenschaften der Figuren, wie zum Beispiel ihr Aussehen, besser zu verstehen.

Wir folgen der UNE-Norm 153020:2005 (Audiodeskriptionen für sehgeschädigte Personen: Vorgaben für Audiodeskriptionen und Erstellung von Audioguides) und garantieren dadurch eine hohe Qualität dieser Dienstleistung. Im Service inbegriffen ist außerdem ein Voice-Over, das wir entweder vor Ort oder in Form einer Aufnahme zur Verwendung in Theatern, Kinos und auf Veranstaltungen anfertigen. In letzterem Fall wird die Tonspur vorher aufgenommen, sodass sie später vor Ort eingespielt oder ausgeblendet werden kann.

8. Leichte Sprache

Als „Leichte Sprache“ werden Textinhalte bezeichnet, die zum einfacheren Verständnis zusammengefasst und in einen einfachen und klaren Stil übertragen werden. Auf diese Weise können sie auch von Personen mit kognitiven oder geistigen Einschränkungen verstanden werden.

Nicht zu verwechseln mit Leichter Sprache sind Kindersprache oder Umgangssprache. Das Hauptaugenmerk bei Leichter Sprache liegt darauf, dass Aussagen nicht zur Verwirrung führen und gut strukturiert sind.
Diese Art von Texten in Leichter Sprache richtet sich nicht nur an ein Publikum mit Behinderungen, sondern auch an Personen mit Lese- und Rechtschreibschwäche.

9. Piktogramme

Ein Piktogramm ist ein Zeichen, das ein Symbol, reales Objekt oder eine Figur schematisch abbildet. Mit diesem Begriff werden Schriftzeichensysteme definiert, die auf bedeutungshaften Zeichnungen basieren. Ein Piktogramm sollte nach dreimaligem Anschauen vollkommen verständlich sein. 

Deswegen ist es bei der Erstellung eines Piktogramms notwendig, alle überflüssigen Details wegzulassen.

Im heutigen Sprachgebrauch wird das Piktogramm als ein eindeutiges und schematisches Symbol zum Vermitteln einer Botschaft verstanden, die über sprachliche Grenzen hinausgeht. Sein Ziel ist es, zu informieren und/oder ein Signal zu senden und außerdem Personen mit Einschränkungen das Verstehen zu erleichtern. 

10. Barrierefreie Beschilderung

Im täglichen Leben sind Schilder allgegenwärtig: bei der Arbeit, während der Freizeit und auf der Straße. Beschilderungen dienen den Personen, die sie sehen, als Orientierung und Information. Meist werden sie beiläufig wahrgenommen.

Sehgeschädigten Menschen bleiben diese Informationen normalerweise leider verwehrt. Darum muss eine effektive Beschilderung zusätzlich die Bedürfnisse sowohl von Menschen mit eingeschränkter Sehkraft als auch die von Blinden berücksichtigen.

Eine barrierefreie Beschilderung verlangt nach prägnanten, wesentlichen und einfach zu verstehenden Informationen. Vorzugsweise sollte sie sowohl visuelle als auch ertastbare (taktile) Elemente enthalten (Brailleschrift und Großbuchstaben in Reliefprägung) und an einer gut erreichbaren Stelle angebracht sein.

11.  Aus- oder Fortbildungen im Bereich der barrierefreien Kommunikation

Seit der Erlassung des LISMI-Gesetzes im Jahr 1982 haben sich viele Verbesserungen in Bezug auf die Situation für Maßnahmen im Bereich der Barrierefreiheit eingestellt. Dies kann man hauptsächlich im städtischen Kontext und der Architektur Valencias feststellen.

Die im Gesetz verankerte Barrierefreiheit bezieht sich jedoch vorrangig auf den Transport und die Fortbewegung, weshalb sie im Bereich der Kommunikation eher vernachlässigt wurde. Aus diesem Grund konnte sie sich in dieser Hinsicht bisher weder im öffentlichen noch im privaten Bereich etablieren.

In diesem Sinne bieten wir Aus- und Fortbildungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst und auch für private Unternehmen, wenn sie im Bereich der Kommunikation oder in der Öffentlichkeitsarbeit tätig sind, an.

12. Technische Beratung für körperliche Barrierefreiheit

Der Artikel 9 der Spanischen Verfassung verpflichtet die öffentlichen Behörden, allen Bürgern das größtmögliche Wohlergehen zu gewährleisten, indem sie ihre Teilhabe am politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben ermöglichen.
Ebenso berücksichtig die Verfassung, den bedeutenden Anteil  an Mitbürgern mit physischen, psychischen und sensorischen Einschränkungen und befürwortet im Artikel 49 eine Politik der Fürsorge und Integration dieser Personengruppen.

13. Durchführung von ganzheitlichen Projekten in der Kommunikation

Diese Dienstleistung bezieht sich auf öffentliche und private Plätze großer Dimensionen wie Einkaufszentren, Bahnhöfe, Flughäfen etc., wo Besuchern eine uneingeschränkte oder teilweise Barrierefreiheit ermöglicht werden soll (Beschilderung, Videoprojektionen, Werbespots, Apps etc.).

Im Falle eines Neubaus beraten wir Sie, im Hinblick auf die Umsetzung des barrierefreien Raumkonzeptes, bei der Erstellung eines universellen Designs und der Verwendung von audiovisuellen Medien und moderne Kommunikationstechniken. Außerdem bieten wir eine schrittweise Qualitätsverbesserung in jeglicher Hinsicht an, damit der Bau den Kriterien des Gesetzes Nummer 1 vom 5. Mai 1998 bzw. des Dekretes Nummer 39, erlassen am 5. März 2004 (Barrierefreiheit und Abbau von Barrieren in Architektur, urbanem Kontext und Kommunikation in der Comunidad Valenciana) gerecht wird.